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Neue EU-Finanzaufsicht hat Arbeit aufgenommen

Zum 01.01.2011 haben die drei neuen europäischen Aufsichtsbehörden für den Finanzsektor ihre Arbeit aufgenommen. Bei den neuen Behörden handelt es sich um die in London angesiedelte Europäische Bankaufsichtsbehörde (EBA), die in Frankfurt ansässige Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) und die Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde (ESMA) in Paris. Neben den drei neuen Behörden, die Banken, Märkte und Versicherungen überwachen, hat Ende Dezember 2010 bereits der Europäische Ausschuss für Systemrisiken seine Arbeit aufgenommen. Er wird nach Angaben der Europäischen Kommission den gesamten Finanzsektor beobachten, um Gefahren frühzeitig festzustellen.

Neues Finanzsystem soll Risiken frühzeitig aufdecken

Mit diesem neuen Rahmen erhält die EU laut Kommission weitgehende Befugnisse, um eventuell im Finanzsystem auflaufende Risiken aufzudecken, so wie sie im Vorfeld der Finanzkrise und auf ihrem Höhepunkt beobachtet wurden. Die neue Struktur sei eine zentrale Lehre aus der Finanzkrise, erklärt Binnenmarktkommissar Michel Barnier am 04.01.2011. Die Krise habe allzu deutlich gezeigt, wo die Grenzen und auch Fehler des Aufsichtssystems in Europa lagen.

Weiterführende Links

Zum Thema im Internet

Mehr Informationen zum EU-Finanzaufsichtspaket finden Sie auf den Seiten der EU.

Auf unserer Gesetzgebungsseite

Ausführliche Informationen zur Entwicklungsgeschichte der EIOPA, der EBA, der ESMA und der Finanzaufsicht auf Makroebene und Ausschuss für Systemrisiken sowie weitere Literatur- und Linkhinweise finden Sie in unserer Rubrik Gesetzgebung.

Aus dem Nachrichtenarchiv

EU-Parlament stimmt Regelungen für neue Finanzaufsicht zu, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 23.09.2010, becklink 1005185

EU-Finanzminister beschließen neues System der europäischen Finanzmarktkontrolle, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 09.09.2010, becklink 1004786

Durchbruch in Verhandlungen über europäische Finanzaufsicht erzielt, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 03.09.2010, becklink 1004654

beck-aktuell-Redaktion, Verlag C.H. Beck, 5. Januar 2011.