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EU-Rating-Agentur steht auf der Kippe

Die geplante Europäische Rating-Agentur droht wegen fehlenden Startkapitals zu scheitern. Dies meldet die «Financial Times Deutschland» (ftd) am 16.04.2012 unter Berufung auf die Beraterfirma Roland Berger. Rund 300 Millionen Euro wären erforderlich für den Aufbau.

Keine Konkurrenz für US-Ratingagenturen

Laut «ftd» hatte Berger vor allem auf die Unterstützung durch deutsche und französische Großbanken gesetzt. Diese hätten aber wenig Interesse gezeigt. Voraussichtlich werde es deswegen kein Gegengewicht zu den US-Ratingagenturen geben. Diese waren in Europa als Mitverursacher der Finanzkrise kritisiert worden. Nach dem Ratingkonzept aus dem Hause Berger sollten nicht die Emittenten, die Wertpapiere begeben, sondern die Investoren für Ratings bezahlen. Das sollte die Agenturen davon abhalten, nur zur Sicherung von Aufträgen gute Noten zu verteilen.

Weiterführende Links

Aus der Datenbank beck-online

Hopt, Auf dem Weg zu einer neuen europäischen und internationalen Finanzmarktarchitektur, NZG 2009, 1401

Aus dem Nachrichtenarchiv

EU-Kommission will bessere Ratings, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 16.11.2011, becklink 1017197

Schäuble kritisiert Ratingagenturen, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 15.07.2011, becklink 1014835 

EU-Parlament fordert strengere Regeln für Ratingagenturen, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 09.06.2011, becklink 1013953

beck-aktuell-Redaktion, Verlag C.H. Beck, 16. April 2012.