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Ehemaliger BVerfG-Richter Jürgen Kühling feiert 85. Geburtstag

Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Jürgen Kühling wird am 27.04.2019 85 Jahre alt. Dies teilte das BVerfG mit. Als Berichterstatter hat Kühling eine Reihe von bedeutenden Entscheidungen vorbereitet, etwa die Entscheidungen über das Nachtarbeitsverbot für Frauen (NJW 1992, 964), zum Kurzarbeitergeld bei Regionalstreiks (NJW 1996, 185) und zur "Bennetton-Werbung" (NJW 2001, 591). Zum Ende seiner Amtszeit wurde Kühling am 23.01.2001 vom Bundespräsidenten mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband ausgezeichnet. Der Jubilar lebt heute in Hamburg.

Karriere begann bei Volkswagen

Kühling studierte Rechtswissenschaften in Freiburg, Göttingen, München und Rom. Nach der Promotion begann er 1965 seine berufliche Laufbahn in der Rechtsabteilung der Volkswagen AG in Wolfsburg. Kurz darauf wechselte er in die niedersächsische Justiz und war - bis auf eine einjährige Abordnung als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesverwaltungsgericht - bis 1972 als Verwaltungsrichter in Hannover tätig. 1972 wurde Kühling an das niedersächsische Justizministerium berufen, wo er sich der Reform der Juristenausbildung widmete. Im Jahr 1989 folgte die Ernennung zum Richter am BVerwG.

Mitglied des Ersten Senats

Kühling wurde am 12.07.1989 zum Richter des BVerfG ernannt und war bis zu seinem Ausscheiden am 23.01.2001 Mitglied des Ersten Senats. Sein Dezernat umfasste unter anderem das Arbeitsrecht einschließlich der betrieblichen Altersversorgung sowie das Recht der Arbeitnehmerüberlassung und das Mutterschutzrecht.

Weiterführende Links

Aus der Datenbank beck-online

BVerfG, Benetton-Schockwerbung verfassungsrechtlich zulässig, NJW 2001, 591

BVerfG, Verfassungsmäßigkeit des § 116 III AFG, NJW 1996, 185

BVerfG, Nachtarbeitsverbot für Arbeiterinnen, NJW 1992, 964

Redaktion beck-aktuell, Verlag C.H.BECK, 26. April 2019.